Zoetrop-Workshop

Tauche ein in die Anfänge der Animation! In diesem praktischen Workshop erwecken die Teilnehmenden Zeichnungen mit einem historischen Gerät – dem Zoetrop – zum Leben. Diese „Wundertrommel“ ist nicht nur faszinierend, sondern auch lehrreich, spielerisch und kreativ bereichernd.

Inhalt

Was ist ein Zoetrop?

Das Zoetrop ist ein optisches Spielzeug aus dem Jahr 1834 – und damit sogar älter als das Kino. Es zeigt kurze, sich wiederholende Bewegungsabläufe, etwa eine Figur, die geht, winkt oder springt. Wenn ein Papierstreifen, wie der oben gezeigte, im Zoetrop rotiert und durch die Schlitze betrachtet wird, erwachen die Zeichnungen scheinbar zum Leben. In den Videos erfährst du, wie ein Zoetrop funktioniert und wie aus einzelnen Zeichnungen auf Papier eine Animation entsteht.

Wie funktioniert ein Zoetrop?

Bild für Bild: Du bringst es in Bewegung

Im Basis-Workshop (Modul 1) gestalten die Teilnehmenden eine kurze Animation – eine kleine Geschichte, die in einer Sekunde erzählt wird, gezeichnet auf einem Papierstreifen. Diese Animation wird direkt im Zoetrop getestet. Anschließend werden die Zeichnungen angepasst, bis die Bewegung flüssig wirkt und der Loop nahtlos funktioniert.

 

Jede Person entwickelt ihre eigene Animation meist eigenständig. Einzelne Animationen können aber auch gemeinschaftlich gestaltet werden. So kann beispielsweise eine Person die Bewegungsabläufe zeichnen, während eine andere die Figuren koloriert oder zusätzliche animierte Elemente ergänzt.

 

Der kreative Prozess ist spielerisch und praxisnah. Die Ergebnisse werden unmittelbar sichtbar und können direkt weiterentwickelt werden. Beim gemeinsamen Testen und Präsentieren der Animationen im Zoetrop oder Praxinoskop entsteht ein reger Austausch. Die sichtbare Freude und Neugier der anderen motiviert dazu, Ideen weiterzuentwickeln und neue Möglichkeiten auszuprobieren.

Wie wird ein Papierstreifen zur Animation?

Lernen mit Kopf, Herz und Hand

Der Workshop verbindet künstlerischen Ausdruck mit technischem Verständnis. Die Teilnehmenden üben sich im Zeichnen und Erzählen und lernen die Grundlagen von Animation und Physik kennen. Gleichzeitig stärken sie ihre Kommunikationsfähigkeit und ihr Vertrauen in die eigene Kreativität. Durch das gemeinsame Betrachten und Besprechen der Animationen lernen sie außerdem, Ideen zu präsentieren, Rückmeldungen aufzunehmen und voneinander zu lernen.

Bericht des Hessischen Fernsehens über einen Zoetrop-Workshop im Stadtmuseum Kassel

Die Teilnehmenden des Workshops erzielen:

 

  • ein Gespür für Rhythmus, Bewegung und Emotion
  • ein Verständnis für visuelles Denken in Abläufen
  • feinmotorische und handwerkliche Fähigkeiten
  • ein Verständnis von Mathematik und Physik als Werkzeug
  • Selbstvertrauen durch sichtbare, kreative Ergebnisse

Hier lernt nicht nur der Kopf – auch das Herz freut sich gemeinsam mit den anderen über das, was die eigenen Hände geschaffen haben.

Wie unterrichte ich Animation?
Ausschnitt aus einer Reportage von Schülerinnen und Schülern der FOSBOS Straubing im Jahr 2018

 

Die Ergebnisse können präsentiert werden …

… spontan in entspannter Atmosphäre,

Die fertigen Animationen werden im Zoetrop und im Praxinoskop gezeigt – eventuell begleitet von Musik. In der Gruppe werden die Ergebnisse gemeinsam angeschaut und besprochen. Jede Arbeit wird wertgeschätzt – unabhängig vom künstlerischen Niveau. Spontane Gäste sind herzlich eingeladen, an der Abschlussrunde teilzunehmen und den kreativen Köpfen eine Rückmeldung zu geben.

Personen versammeln sich um ein Zoetrop und ein Praxinoskop und sehen sich die Animationen an.

Das Zoetrop [links] wurde 1834 erfunden. Das Praxinoskop [rechts] von 1877 ist eine Weiterentwicklung des Zoetrops.

 

Personen versammeln sich um ein Zoetrop und sehen sich die Animationen an.

Das Zoetrop wurde im Jahr 1834 erfunden.

Personen versammeln sich um ein Praxinoskop und sehen sich die Animationen an.

Das Praxinoskop von 1877 ist eine Weiterentwicklung des Zoetrops.

… als außergewöhnliche audiovisuelle Live-Performance oder

Bei einer größeren Anzahl von Animationen kann eine Spinning Animation Show entstehen – eine Live-Aufführung mit Projektion, Ton und Performance – präsentiert mit verschiedenen optischen Geräten wie Zoetrop, Praxinoskop oder auf einer Drehscheibe mit Stroboskoplicht.

The Spinning Animation Show
präsentiert von den Preisträgern des “Jugend creativ”-Wettbewerbs in 2015.

 

Menschen versammeln sich um ein Zoetrop, um sich eine Animation anzusehen

The Spinning Animation Show
bei der Deutschen Puppenspieler-Konferenz in Northeim in 2019

… als Film.

Die Animationen auf den Papierstreifen können zu einem Kurzfilm mit Musik verarbeitet werden, sodass die Workshop-Ergebnisse sowohl auf einer Leinwand als auch online präsentiert werden können.

Papierstreifen mit Animation als Film
animiert von den Teilnehmenden der Caricatura – Sommerakademie Kassel in 2024

Ausschnitt von The Spinning History (Film Version)

Themen in Bewegung bringen – durch kreatives Lernen

In The Spinning History zum Beispiel brachten Schüler*innen der FOSBOS – einer Fachoberschule für Gestaltung in Straubing – die Stadtgeschichte zum Leben: mit 80 kurzen Animationen, die sie in einer faszinierenden audiovisuellen Präsentation für acht verschiedene optische Geräte inszenierten.

 

Der Zoetrop-Workshop lässt sich auf verschiedenste Themen anpassen. Ob Demokratie, Umwelt oder Geschichte – die Teilnehmenden verwandeln ihre Gedanken in animierte „Mini-Filme“, genauer gesagt: zunächst in gezeichnete Streifen auf Papier. Auf diese Weise werden komplexe Themen greifbar und spannend vermittelt.

Flexibel und modular – vier Bausteine für den Workshop

Der Workshop kann aus bis zu vier Modulen bestehen, die je nach Ihren Zielen und Ihrem Zeitrahmen frei kombiniert werden können. Jedes Modul kann an einem einzigen Tag oder über mehrere Tage hinweg durchgeführt werden.

 

Ich empfehle, mit Modul 1 zu beginnen.

Arbeitsschritte von Modul 1 (pdf).

 

  • Modul 1: Animation auf Papierstreifen und Präsentation im Zoetrop und Praxinoscop
  • Modul 2: Bau eines eigenen Zoetrops
  • Modul 3: Animation auf rotierenden Scheiben mit Stroboskoplicht
  • Modul 4: Präsentation der Ergebnisse als Performance oder als Film mit Ton und Musik
Module des Zoetrop-Workshops von Thomas Stellmach

Bericht über einen Zoetrop-Workshop mit 4 Modulen
Reportage von Simone Klar
produziert bei der Bundespreisträger-Akademie für den Wettbewerbs „Jugend creativ“ 2015

Wie funktioniert ein Zoetrop?

Wie wird ein Papierstreifen zur Animation?

Bericht des Hessischen Fernsehens über einen Zoetrop-Workshop
im Stadtmuseum Kassel

Bericht über einen Zoetrop-Workshop mit 4 Modulen
Reportage von Simone Klar
produziert bei der Bundespreisträger-Akademie für den Wettbewerbs „Jugend creativ“ 2015

Wie unterrichte ich Animation?
Ausschnitt aus einer Reportage von Schülerinnen und Schülern der FOSBOS Straubing im Jahr 2018

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Take part in a zoetrope workshop

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Rahmenbedingungen

  • Mindestdauer: 5 Stunden bei bis zu 12 Teilnehmenden
  • Ab 13 Teilnehmenden: mindestens 6 Stunden erforderlich
  • Zielgruppen: ab 10 Jahren, für Schulen, Museen, Festivals, Familien, Kunstakademien und alle, die sich für Trickfilm interessieren

Vertrauen durch Erfahrung – Ausgewählte Referenzen

Klicke auf „Bericht“, um mehr über den jeweiligen Workshop zu lesen.

 

  • Futurespace Kassel (MINT-Bildungszentrum)
  • Stadtmuseum Kassel (Bericht)
  • Grimmwelt Kassel
  • Caricatura Galerie Kassel – Jährliche Sommerakademie für junge Karikaturisten
  • Stadt Straubing zur 800-Jahr-Feier in Zusammenarbeit mit der FOSBOS – Fachoberschule für Gestaltung in Straubing (Bericht)
  • Wettbewerb „Jugend creativ“ des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken
  • Schulamt Kassel – Abteilung Begabtenförderung
  • Robert-Bosch-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Film Museum Frankfurt
  • Medland GmbH & Co. KG (Bericht)

Workshops in anderen Trickfilm-Techniken

Neugierig? Hier sind einige nützliche Links:

  • Siehe Referenzliste.
  • Siehe selbst: Erfahrungsberichte in meinem Blog über vergangene Zoetrop-Workshops.
  • Clips und Präsentationen in sozialen Medien ansehen:

 

    

Noch Fragen?