Papierschnitt-Workshop mit Thomas Stellmach
Papierschnitt-Workshop mit Thomas Stellmach

Legetrickfilm-Workshop

Im Legetrickfilm-Workshop entwickeln die Teilnehmenden eigene Filmideen und setzen sie als animierte Kurzfilme um. Dabei lernen sie die verschiedenen Schritte einer Filmproduktion kennen – von der Gestaltung der Figuren über die Animation bis zur Fertigstellung des Films.

Was ist Legetrick?

Beim Legetrick werden ausgeschnittene Figuren und andere flache Bildelemente auf einer horizontalen Arbeitsfläche angeordnet und schrittweise bewegt. Eine über der Arbeitsfläche befestigte Kamera nimmt jede Veränderung als Einzelbild auf. Durch das schnelle Abspielen der Aufnahmen entsteht der Eindruck einer fließenden Bewegung.

 

Neben selbst gezeichneten Figuren und Hintergründen können auch Fotografien, Zeitungsausschnitte und andere Bildmaterialien verwendet werden. Dadurch eröffnen sich vielfältige gestalterische Möglichkeiten, auch für Teilnehmende ohne besondere zeichnerische Fähigkeiten.

Workshopdauer und Gruppengröße

Für die Produktion eines animierten Kurzfilms sollten mindestens acht bis zehn Workshopstunden eingeplant werden. Die benötigte Zeit hängt von der Gruppengröße, den Vorkenntnissen der Teilnehmenden und dem Umfang des Filmprojekts ab.

 

Ich empfehle eine Gruppengröße von etwa 15 Teilnehmenden. Auch Workshops mit größeren Gruppen oder ganzen Schulklassen sind möglich. Dafür sind jedoch eine entsprechende Anpassung des Workshopkonzepts, zusätzliche Betreuungspersonen und gegebenenfalls mehr technische Ausstattung erforderlich.

Legetrick-Workshop für die Preisträger des Bundeswettbewerbs „youth creativ“, geleitet von Thomas Stellmach.

Ideenentwicklung und Vorbereitung

Einzelne Teilnehmende oder Gruppen können bereits vor dem Workshop Filmideen entwickeln und in Form von Skripten, Skizzen oder Storyboards ausarbeiten. Gerne begutachte ich die Entwürfe vorab und gebe dazu Feedback.

 

Zu Beginn des Workshops werden die Vorschläge anhand der vorbereiteten Skizzen oder Storyboards besprochen und ausgewählt. Anschließend entwickeln die Teilnehmenden mit meiner Unterstützung die Storyboards für die filmische Umsetzung.

 

Je nach Gruppengröße und verfügbarer technischer Ausstattung können auch mehrere Filmideen gleichzeitig umgesetzt werden. Werden die Ideen erst während des Workshops entwickelt, muss dafür zusätzliche Zeit eingeplant werden. Der Zeitbedarf hängt vom Anspruch und Umfang der geplanten Filme ab.

Teamarbeit und Regie

Je nach Gruppengröße und Filmprojekt arbeiten die Teilnehmenden eigenständig oder in kleinen Produktionsteams. Dabei übernehmen sie unterschiedliche Aufgabenbereiche wie Regie, Figuren- und Hintergrundgestaltung, Animation, Kameraarbeit, Filmschnitt oder Ton- und Musikgestaltung. Bei Gruppenprojekten können sie auch zwischen verschiedenen Aufgaben wechseln.

 

Wer eine Filmidee eingebracht hat, übernimmt nach Möglichkeit auch die Regie. Dazu gehören die Planung der filmischen Umsetzung, gestalterische Entscheidungen und bei Gruppenprojekten die Koordination der Zusammenarbeit. Gestalterische Fragen werden im Filmteam diskutiert. Dabei lernen die Verantwortlichen für die Regie, Diskussionen zu einem Abschluss zu bringen und die Filmproduktion voranzubringen.

 

Während des gesamten Produktionsprozesses begleite ich die Teilnehmenden als Supervisor und unterstütze sie bei gestalterischen und technischen Fragen. Ich erläutere meine Verbesserungsvorschläge und diskutiere sie mit den Teilnehmenden. Die endgültigen Entscheidungen treffen sie selbst.

Legetrick-Workshop für die Preisträger des Bundeswettbewerbs „youth creativ“, geleitet von Thomas Stellmach.

Vom Storyboard zum Animationsfilm

Auf Grundlage der Storyboards gestalten die Teilnehmenden Figuren und Hintergründe und bereiten die einzelnen Szenen für die Animation vor. Dafür werden die ausgeschnittenen Figuren auf der Arbeitsfläche Bild für Bild bewegt und mit einer Kamera, einem Tablet oder Smartphone aufgenommen. Eine Stop-Motion-Software überträgt die Einzelbilder automatisch auf den Computer, wo die Teilnehmenden ihre Animationen sofort in Bewegung betrachten, überprüfen und bei Bedarf verbessern können.

Die aufgenommenen Szenen werden anschließend am Computer zu einem Film zusammengeschnitten. Je nach Vorkenntnissen der Teilnehmenden und verwendeter Schnittsoftware können sie diesen Arbeitsschritt selbst übernehmen. Abhängig von der verfügbaren Workshopzeit und den Anforderungen des Filmprojekts kann der Film zusätzlich mit Geräuschen, Sprache oder Musik vertont werden.

Präsentation und Besprechung

Zum Abschluss des Workshops sollen die entstandenen Filme nach Möglichkeit gemeinsam angeschaut und besprochen werden. Die Teilnehmenden können dabei ihre Arbeit vorstellen, gestalterische Entscheidungen erläutern und Erfahrungen aus der Filmproduktion austauschen.

 

Je nach Rahmenbedingungen können die Filme auch einem Publikum präsentiert werden.

Filmbeispiele aus meinen Workshops

CHANGE – Ein Kurzfilm, entstanden während eines Workshops am Ludwigsgymnasium Straubing

Ein Film, entstanden während eines viertägigen Workshops beim Jugendbildungswerk Hanau

Ein Film, entstanden während eines fünftägigen Workshops für die Bundespreisträger von Jugend creativ

Lerninhalte im Überblick

  • Filmideen entwickeln und mit Storyboards planen
  • Figuren und Hintergründe gestalten
  • Bewegungsabläufe animieren und Einzelbilder aufnehmen
  • Regie führen und gestalterische Entscheidungen treffen
  • Verschiedene Aufgabenbereiche der Filmproduktion kennenlernen
  • Filmschnitt sowie Gestaltung von Titel und Abspann kennenlernen
  • Bei Gruppenprojekten: Zusammenarbeit und Abstimmung im Filmteam
  • Je nach Workshopumfang: Geräusche, Sprache und Musik einsetzen
  • Nach Möglichkeit: Filme präsentieren und gemeinsam besprechen

Workshops in anderen Tricktechniken

Weitere Informationen

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