Teilnehmer malt mit Farbe auf einer beleuchteten Glasplatte unter einer Kamera.
Teilnehmer malt mit Farbe auf einer beleuchteten Glasplatte unter einer Kamera.

Öl-auf-Glas-Trickfilm-Workshop

Beim Öl-auf-Glas-Trickfilm-Workshop gestalten die Teilnehmenden eigene Animationsfilme, indem sie mit nicht trocknender Farbe direkt auf einer Glasplatte malen. Anders als beim klassischen Zeichentrick wird nicht für jedes Einzelbild eine neue Zeichnung angefertigt. Stattdessen verändern die Teilnehmenden das vorhandene Bild Schritt für Schritt und nehmen jede Veränderung mit einer Kamera auf. Beim Abspielen der Einzelbilder entsteht der Eindruck von Bewegung.

 

Mit Pinseln, Fingern und anderen Hilfsmitteln lassen sich Figuren und Formen verändern, Farben verwischen und Bilder ineinander übergehen lassen. So entstehen fließende Verwandlungen (Morphing) und vielfältige malerische Animationseffekte.

Experimentieren mit Farbe und Bewegung

Zu Beginn des Workshops stellen die Teilnehmenden ihre Malfarben aus Farbpigmenten und Glycerin selbst her. Da diese Farben nicht trocknen, können sie die Bilder immer wieder verändern, ergänzen oder teilweise entfernen.

 

Beim freien Experimentieren mit dem Material entdecken die Teilnehmenden neue gestalterische Möglichkeiten. Dabei entstehen oft überraschende Ergebnisse, aus denen sich Ideen für ihre Animationen entwickeln.

Finger verwischt grüne und orange Farbe auf einer Glasplatte.

Die nicht trocknende Farbe lässt sich mit Fingern, Pinseln und anderen Hilfsmitteln verändern.

Eigene Filmideen entwickeln und animieren

Die Teilnehmenden entwickeln eigene Filmideen, die sie allein oder in kleinen Gruppen umsetzen. Die Ideen können im Voraus geplant werden, entwickeln sich aber häufig erst während des Malens und Animierens.

 

Die Teilnehmenden lernen, Bewegungsabläufe in einzelne Phasen zu zerlegen und deren Timing und Rhythmus bewusst zu gestalten. Ihre Animationen können sie unmittelbar abspielen, überprüfen und weiterentwickeln.

 

Ich begleite diesen Prozess, bespreche die Filmideen und unterstütze bei künstlerischen und technischen Herausforderungen. Dabei demonstriere ich beispielsweise Bewegungsabläufe und zeige, wie sie sich mit den Mitteln der Animation umsetzen lassen.

Sechs aufeinanderfolgende Einzelbilder zeigen die Bewegung einer gezeichneten Figur neben einer Bananenschale.

Einzelbilder einer Animation: Die Bewegung entsteht durch schrittweise Veränderungen der Figur.

Zusammenarbeit und Fertigstellung

An drei Animationsarbeitsplätzen arbeiten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen zusammen. Während ein oder zwei Personen die Bilder auf der Glasplatte verändern, bedient eine weitere Person den Computer und löst die Einzelbildaufnahmen aus. Eine vierte Person kann bereits während der Animation gemeinsam mit anderen Teilnehmenden passende Geräusche aufnehmen.

Teilnehmer malt auf einer Glasplatte, während Thomas Stellmach die Animation am Computer begleitet.

Während ein Teilnehmer animiert, unterstützt Thomas Stellmach die Arbeit am Computer.

Anschließend werden die aufgenommenen Szenen geschnitten und mit Geräuschen, Sprache oder Musik vertont. Je nach Vorkenntnissen übernehmen die Teilnehmenden diese Arbeitsschritte selbst und werden dabei von mir unterstützt.

Zwei Teilnehmerinnen nehmen im Freien mit Kopfhörern und Aufnahmegeräten Geräusche auf.

Die Teilnehmenden nehmen eigene Geräusche für die Vertonung ihrer Filme auf.

Thomas Stellmach und ein Teilnehmer bearbeiten einen Animationsfilm am Computer mit Schnittsoftware.

Beim Filmschnitt werden die aufgenommenen Szenen und Tonspuren zusammengefügt.

Making-of: Ein Blick hinter die Kulissen des Workshops

Film von Simone Klar

Animationsfilme aus einem fünftägigen Workshop

Lerninhalte im Überblick

Die Teilnehmenden lernen:

 

  • nicht trocknende Malfarben herzustellen und gestalterisch einzusetzen,
  • eigene Filmideen zu entwickeln und bildlich umzusetzen,
  • Bewegungen in Einzelbilder zu zerlegen und deren Timing zu gestalten,
  • mit Verwisch-, Überblendungs- und Morphing-Effekten zu experimentieren,
  • Kamera und Animationssoftware für Einzelbildaufnahmen einzusetzen,
  • gemeinsam Animationsfilme zu gestalten,
  • ihre Aufnahmen zu schneiden und mit Ton zu versehen.

Rahmenbedingungen

Dauer: Fünf Tage

 

Teilnehmerzahl: Empfohlen werden 9 bis 12 Personen.

 

Arbeitsplätze: Drei Animationsplätze mit jeweils einer Glasplatte, Kamera und Computer. Die Teilnehmenden arbeiten in kleinen Gruppen zusammen.

 

Vorkenntnisse: Freude am Malen und bildnerischen Gestalten sowie grundlegende zeichnerische oder malerische Fähigkeiten sind erwünscht. Erfahrungen mit Animation sind nicht erforderlich.

Workshops in anderen Tricktechniken

Referenzen

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Finger verwischt grüne und orange Farbe auf einer Glasplatte.

Die nicht trocknende Farbe lässt sich mit Fingern, Pinseln und anderen Hilfsmitteln verändern.

Sechs aufeinanderfolgende Einzelbilder zeigen die Bewegung einer gezeichneten Figur neben einer Bananenschale.

Einzelbilder einer Animation: Die Bewegung entsteht durch schrittweise Veränderungen der Figur.

Teilnehmer malt auf einer Glasplatte, während Thomas Stellmach die Animation am Computer begleitet.

Während ein Teilnehmer animiert, unterstützt Thomas Stellmach die Arbeit am Computer.

Zwei Teilnehmerinnen nehmen im Freien mit Kopfhörern und Aufnahmegeräten Geräusche auf.

Die Teilnehmenden nehmen eigene Geräusche für die Vertonung ihrer Filme auf.

Thomas Stellmach und ein Teilnehmer bearbeiten einen Animationsfilm am Computer mit Schnittsoftware.

Beim Filmschnitt werden die aufgenommenen Szenen und Tonspuren zusammengefügt.

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