Bericht: Trickfilm-Workshop im Thomas-Stellmach-Saal

Zwei Filmvorführungen und einen Trickfilm-Workshop in einem Rutsch

Trickfilm-Show als Infotainment

Für den 5. Juli 2022 lud mich das Ludwigsgymnasium Straubing ein, mich vorzustellen und Ausschnitte meiner Trickfilm-Show den 9. und 10. Schulklassen zu präsentieren.

Im Citydom-Kino in Straubing bekamen die Schülerinnen und Schüler fünf meiner Filme zu sehen, erhielten einen Einblick in die Machart der Filme und stellten nach der Vorführung Fragen zu meinem künstlerischen Schaffen.

Das Programm kam gut an. Die betreuende Lehrerin, Frau Veronika Villing, erzählte mir im Nachhinein, dass sich die Schüler auf dem Rückweg im Bus über die Filme weiter unterhielten.

Ich selbst war Schüler am Ludwigsgymnasium Straubing und habe dort 1986 das Abitur gemacht. Schon zur Schulzeit machte ich mit meinen Erfolgen in der Malerei, im Theaterspielen und durch das Filmemachen auf mich aufmerksam.

Um meine Erfolgsserie fortzusetzen, gab mir der damalige Schulleiter, Hartwig Kaunzer, zehn Tage frei, um an den Weltfilmfestspielen der Amateure in Argentinien teilnehmen zu können. Ich erhielt auch dort den ersten Preis in der Kategorie „Jugendfilm“.

Seit 30. Mai 2014 gibt es in dieser Schule den Thomas-Stellmach-Saal. Ich fühle mich sehr geehrt. Der ehemalige „große Filmsaal“, so wurde er früher genannt, wurde auf Initiative von Markus Eberl, Kunstlehrer am Ludwigsgymnasium, zu meinem Namen umbenannt. In diesem Raum hatte ich das Wahlpflichtfach Filmkunde bei Josef Guggeis. Inzwischen ist der Saal zu einem Mehrzweckraum umgebaut. Viele Veranstaltungen der Schule finden dort statt. Wenn darüber geschrieben wird, wird meist der Name des Saales erwähnt.

Trickfilm-Workshop

Das Ludwigsgymnasium bat mich auch, am nächsten Tag einen Trickfilm-Workshop für 16 Schüler der Enrichment-Gruppe zu leiten. Dabei handelt es sich um begabte und motivierte Schüler, denen im Rahmen eines Förderprogramms spezielle Unterrichtsprogramme angeboten werden.

Ziel des Workshops war, einen Trickfilm herzustellen, der in meiner am folgenden Sonntag geplanten Trickfilm-Show öffentlich vorgeführt werden konnte.

Die betreuenden Lehrer, Frau Veronika Villing und Herr Matthias Maas, bereiteten den eintägigen Workshop Wochen im Voraus mit den Schülern vor. Die Schüler entwickelten bereits Trickfilm-Ideen, schrieben kurze Drehbücher und machten Skizzen, zu denen ich von Kassel aus mein Feedback gab. Sie konnten meine Kritik und Tipps nachvollziehen und arbeiteten motiviert weiter.

Von Kassel nach Straubing angereist leitete ich den Workshop im Thomas-Stellmach-Saal. Wir diskutierten gleich zu Beginn die Ideen zu den Trickfilmen und waren uns schnell einig, welche Geschichte ausgereift war und sich gut umsetzen ließ.

Nach kurzer Einführung in den Herstellungsprozess eines Trickfilmes ging es dann richtig zur Sache. Hoch motiviert teilte sich das 16-köpfige Produktionsteam in Arbeitsgruppen auf. Zwei der Schüler übernahmen die Regie, andere das Grafik-Design, wieder andere lieferten Ideen zur Animation, arbeiteten am Tricktisch oder widmeten sich der Vertonung. Die Schülerin, die sich die Idee zum Film ausgedacht hatte, konnte leider wegen einer Corona-Infektion nicht am Workshop teilnehmen.

Für die Umsetzung wählten wir die Technik der Cut-Out-Animation. Wir bauten uns einen Tricktisch mit einer Webcam, verwendeten einen Laptop mit Stop-Motion-Software und beleuchteten die Bildfläche für die Animation mit Lampen aus dem Theaterfundus der Schule. Mithilfe eines Video-Beamers, der das Bild der Webcam auf eine große Wand projizierte, konnten alle den Arbeitsprozess und den Stand der Animation kontinuierlich verfolgen.

Den ganzen Tag über herrschte ein reges Hin und Her im Saal. Lehrer der Schule kamen vorbei und erkundigten sich über den Verlauf des Workshops. Auch die örtliche Zeitung, Karolina Binder vom Straubinger Tagblatt, kam vorbei und schrieb zum Workshop einen Artikel.

Es war eine tolle Stimmung. Obwohl alle mit großem Engagement zusammengearbeitet haben, haben wir es nicht geschafft, den Film bis zum offiziellen Ende des Workshops fertig zu stellen. Eine kleine Gruppe der Schüler blieb länger und arbeitete an dem Film weiter, während sich andere Teilnehmer verabschieden mussten und sich bei mir für den lehrreichen Workshop bedankten.

Um 20 Uhr war es dann endlich so weit. Die Animation war aufgenommen, die Szenen geschnitten und mit Ton und Musik unterlegt. Jetzt konnten wir endlich den kompletten Film ansehen. Gespannt standen die Lehrer und Schüler vor dem kleinen Monitor des Schnittcomputers und sahen sich den fertigen Film an. Als alle das Ergebnis sahen, klatschten wir uns überglücklich gegenseitig in die Hände. Dieser Moment machte deutlich, wie sehr wir während unserer Arbeit zusammengewachsen waren.
Jetzt konnten wir uns auf die Premiere am Sonntag freuen.

Nach kurzer Einführung in den Herstellungsprozess eines Trickfilmes ging es dann richtig zur Sache. Hoch motiviert teilte sich das 16-köpfige Produktionsteam in Arbeitsgruppen auf. Zwei der Schüler übernahmen die Regie, andere das Grafik-Design, wieder andere lieferten Ideen zur Animation, arbeiteten am Tricktisch oder widmeten sich der Vertonung. Die Schülerin, die sich die Idee zum Film ausgedacht hatte, konnte leider wegen einer Corona-Infektion nicht am Workshop teilnehmen.

Für die Umsetzung wählten wir die Technik der Cut-Out-Animation. Wir bauten uns einen Tricktisch mit einer Webcam, verwendeten einen Laptop mit Stop-Motion-Software und beleuchteten die Bildfläche für die Animation mit Lampen aus dem Theaterfundus der Schule. Mithilfe eines Video-Beamers, der das Bild der Webcam auf eine große Wand projizierte, konnten alle den Arbeitsprozess und den Stand der Animation kontinuierlich verfolgen.

Den ganzen Tag über herrschte ein reges Hin und Her im Saal. Lehrer der Schule kamen vorbei und erkundigten sich über den Verlauf des Workshops. Auch die örtliche Zeitung, Karolina Binder vom Straubinger Tagblatt, kam vorbei und schrieb zum Workshop einen Artikel.

Es war eine tolle Stimmung. Obwohl alle mit großem Engagement zusammengearbeitet haben, haben wir es nicht geschafft, den Film bis zum offiziellen Ende des Workshops fertig zu stellen. Eine kleine Gruppe der Schüler blieb länger und arbeitete an dem Film weiter, während sich andere Teilnehmer verabschieden mussten und sich bei mir für den lehrreichen Workshop bedankten.

Um 20 Uhr war es dann endlich so weit. Die Animation war aufgenommen, die Szenen geschnitten und mit Ton und Musik unterlegt. Jetzt konnten wir endlich den kompletten Film ansehen. Gespannt standen die Lehrer und Schüler vor dem kleinen Monitor des Schnittcomputers und sahen sich den fertigen Film an. Als alle das Ergebnis sahen, klatschten wir uns überglücklich gegenseitig in die Hände. Dieser Moment machte deutlich, wie sehr wir während unserer Arbeit zusammengewachsen waren.
Jetzt konnten wir uns auf die Premiere am Sonntag freuen.

Trickfilm-Show: Filmprogramm und Premiere des Workshop-Films

In einer Matinee am Sonntagvormittag, um 11 Uhr, präsentierte ich dem Publikum im Citydom-Kino in Straubing meine Trickfilm-Show mehr oder weniger als Filmprogramm.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Straubings Bürgermeister Werner Schäfer zeigte ich neun Filme. Zu jedem Film erzählte ich kurz, wie er entstanden ist und beantwortete Fragen aus dem Publikum.

Zur Halbzeit des Programms hatte der 70-sekündige Workshop-Film seine Premiere. Nach der Projektion bat ich die Teilnehmer aufzustehen, um sich dem applaudierenden Publikum zu zeigen.

Siehe ein paar Impressionen von den Vorführungen am 5. und 10.7.2022.

Eine gelungene Kombination

Alle drei Veranstaltungen liefen sehr gut und ergänzten sich perfekt.

Bei der Filmvorführung am 5.7.2022 bekamen die Schüler meine Filme zu sehen und erhielten mit gezeigten Foto- und Videomaterial einen Einblick in mein künstlerisches Schaffen. Am 6.7.2022 realisierten ausgewählte Schüler ihren Legetrickfilm CHANGE in unserem Workshop. Am 10.7.2022, Sonntagvormittag, bekamen die Schüler, deren Eltern und die Öffentlichkeit den Workshop-Film im Rahmen meiner Trickfilm-Show auf großer Leinwand im Citydom Kino Straubing zu sehen.

Mit den Erfahrungen, die die Schüler bei den ersten beiden Veranstaltungen sammeln konnten, sahen sie nun meine Filme mit anderen Augen. Die Schüler wurden auf einprägsame Weise in die Kunst der Animation eingeführt. Sie lernten die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten des Animationsfilmemachens kennen und erfuhren etwas über mich, mein Berufsfeld und die Voraussetzungen, die man braucht, um seinem Traumberuf näher zu kommen. Ein wichtiger Nebeneffekt beim Workshop war, dass die Teilnehmer von den Interessen und Talenten ihrer Mitschüler erfuhren. Die gegenseitige Wertschätzung, auch die Wertschätzung der eigenen Person, wurde gefördert, wenn plötzlich die eigenen Fähigkeiten in einem Filmteam gefragt sind.

Ich erinnere mich gut an die Momente, in denen Schüler und Lehrer uns während dem Workshop von ihren besonderen Interessen erzählten. So nahm beispielsweise ein Schüler, der gerade sein Abitur am Ludwigsgymnasium gemacht hatte, an dem Workshop teil und erzählte uns, dass er gerne Filmkomponist werden möchte. Ein anderer junger Teilnehmer erwähnte, dass er bereits Stop-Motion-Filme macht. Ein Lehrer, der uns bei der Lösung eines Flackerproblems mit der Beleuchtung am Filmset half, erzählte uns, dass er für eine bekannte Glühbirnen- und LED-Firma arbeitete, bevor er sich entschloss, zu unterrichten.

Lesen Sie hier, wie das Ludwigsgymnasium darüber schreibt oder erfahren Sie mehr über meine Workshops und  Trickfilm-Show.

Wenn Sie an einer meiner nächsten Veranstaltungen teilnehmen möchten, besuchen Sie den Veranstaltungskalender.

Workshop-Ergebnis: Film CHANGE

Danksagung

Ohne personelle und finanzielle Unterstützung wären diese Veranstaltungen nicht möglich gewesen. Ich bin auch sehr froh, dass diese Veranstaltungsreihe trotz Corona-Pandemie möglich war.

Ich danke der Lehrerschaft des Ludwigsgymnasiums, allen Unterstützern und Sponsoren, dem Elternbeirat des Ludwigsgymnasiums, der Sparkasse Niederbayern-Mitte, der Volksbank Straubing (vermittelt durch das Amt für Kultur und Bildung der Stadt Straubing), der Bayernwerk AG, dem Citydom Kino Straubing und dem Straubinger Tagblatt sehr herzlich dafür, dass sie diese Veranstaltungsreihe ermöglicht, unterstützt oder gefördert haben, sowie meinen Eltern für die finanzielle Unterstützung.

Vielen Dank auch an Claudia Tiemann und Herwig Hlawa für die unerlässliche Hilfe und Bemühungen. Mein Dank geht auch an Karlheinz Frankl für die Idee, mich einzuladen, und an Markus Eberl, den Filmsaal in Thomas-Stellmach-Saal umzubenennen.